Was tun gegen die wachsende Kurzsichtigkeit meines Kindes? Beratung für Eltern

Die Neigung zur Kurzsichtigkeit (Myopie) ist in erster Linie genetisch festgelegt. Es stellt sich aber die Frage, ob die weitere Zunahme und der Endpunkt therapeutisch beeinflusst werden können.

 

Was heute gesichert ist:

Aufenthalt im Freien/Spielen verlangsamt die Zunahme (Einfluss des Lichtes),

überwiegende Naharbeit (Computer und Lesen) fördert dagegen die Zunahme der Myopie.

Weiter ist seit langem bekannt, dass langjähriges Tropfen von Atropin Augentropfen 1% die Kurzsichtigkeit hemmt. Die Nebenwirkungen sind jedoch erheblich: jahrelang weite Pupillen, Verlust der Naheinstellfähigkeit (Akkommodation) und Notwendigkeit einer Lesebrille. Damit kommt diese Therapie nicht in Betracht.

 

Neu ist die Erkenntnis, dass auch Atropin Augentropfen in hundertfacher Verdünnung (0,01%) ebenfalls die Zunahme der Myopie hemmen.

 

Zwar ist die Hemmung nicht ganz so ausgeprägt, aber in einer langjährigen Studie (ATOM-2-Studie unter der Leitung von Audrey Chia vom Singapore National Eye Center) wurde nachgewiesen, dass der Effekt dauerhaft ist:

Durchschnittlich halbiert sich die Zunahme der Myopie pro Jahr im Vergleich zu nicht-behandelten Kindern. Wichtig ist, dass sich bei diesen Tropfen keine unerwünschten Nebenwirkungen nachweisen lassen.

 

Die Tropfen werden einmal abends über einen mehrjährigen Zeitraum getropft. Sie sind nicht handelsüblich und müssen speziell hergestellt werden. Das haben wir hier in Aschaffenburg mit einem zugelassenen Herstellungsbetrieb organisiert und abgesprochen.

Da es sich nicht um ein zugelassenes Medikament handelt, stellen wir Ihnen eine private Verordnung aus.

 

Die wissenschaftliche Gesellschaft der Augenärzte Deutschlands hat sich mit dieser Frage intensiv befasst. Sie können eine Mitteilung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft DOG lesen unter:

http://www.dog.org/wp-content/uploads/2014/03/PM_DOG_Atropin_bei_Myopie.pdf

 

Wir helfen Ihnen bei Fragen gerne weiter.

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